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by Harald Gerlach
Gerlach schildert die Geschichte eines Thüringer Kinderheims vom Beginn bis zu seiner Schließung. Eingangs erfährt der Leser von der Ankunft des ersten Heimleiters Ampf auf dem Schloss, das man heute in Römhild wieder die »Glücksburg« nennt. Schon bald folgen Ampf die ersten Mädchen und Jungen, elternlose, traumatisierte Jugendliche, die oft eine Fluchtgeschichte hinter sich hatten und nicht in eine Glücksburg, sondern in ein Graupenhaus gelangen. Die Einwohner der Kleinstadt nennen das ungeliebte Kinderheim »Zuchthaus«. Genauestens beschreibt Gerlach die Differenzen zwischen den geflüchteten, hungernden, Graupensuppe löffelnden Jugendlichen und den argwöhnischen Einheimischen, denen es besser geht, da sie Lebensmittel und Schlachtvieh vor den Behörden verstecken. Dies spürt vor allen Ampf, der im zweiten Teil des Buches nurmehr für das Essen seiner Heimkinder zuständig ist. Seine »Blicke streicheln hungernde Kinder, in seinen Träumen heilt er die Wunden der Welt.« Ampf, der Gründer de
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Andrea Dworkin
Averroës